Eine Tochterfirma wird aus der Konsolidierung rausgenommen.
Mein Kollege schreibt in der Präsentation, die Gesellschaft würde endkonsolidiert. In meinen Augen sieht das falsch aus.
Beim Googeln habe ich ein Forum gefunden, da schreibt ein Übersetzer ganz nach meinem Gefühl: Früher gab es nur das Wort entkonsolidieren. Mit der Rechtschreibreform rutschte das ab zu endkonsolidieren, manche verstehen darin auf einmal einen ganz anderen Wortsinn, aber der Übersetzer geht erst mal immer davon aus, dass die Entkonsolidierung gemeint ist, auch wenn Endkonsolidierung geschrieben wird.
Als Buchtitel habe ich Entkonsolidierung gefunden. Wie gesagt, für mein Sprachgefühl ist das Balsam.
Machen wir doch mal einen modernen Benchmark Wie benutzt ihr das Wort? Nele? Carolina?
Endkonsolidierung bedeutet mMn die endgültige Aufstellung der Gruppenbilanz, während es sich bei Entkonsolidieren tatsächlich nur um den Ausschluss einer Tochter aus der Gruppe handeln kann. Und das hat mit NDR nichts zu tun, Änderungen auf dieser Ebene hat es doch gar keine gegeben.
Kiki, das mit der NDR war so gemeint: Eigentlich heißt das, was ich meine, Entkonsolidierung, aber wegen der Rechtschreibreform meinen auf einmal alle Leute, sie könnten schreiben wie sie wollen, und seit dem schleicht sich der Fehler ein und wird immer populärer.
Ich hätte jetzt auch "Entkonsolidierung" geschrieben. Mit "d" hat das einen anderen Sinn, auch wenn mittlerweile viele das anders meinen. Hab gerade mal schnell Cheffe gefragt, bevor er in den Termin abgerauscht ist. Er plädiert auch für t
Ein Grund mehr, es richtig zu schreiben und den Kollegen auf den anderen Sinn des anderen Wortes hinzuweisen. Das Wort gibt es nämlich auch, nur dass es eben was anderes bedeutet.
Nee, Helmine, das geht nicht. Wir konsolidieren unsere 40 Untergesellschaften und werden dann unsererseits im Konzern wieder konsolidiert. Das Wort ist eine feste betriebswirtschaftliche Sache.
Und die entkonsolidierte Gesellschaft bleibt im Firmenverbund, sie wird nur nicht mehr in die Konsolidierung einbezogen.
Alleine das Wort 'konsolidieren' lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Da könnte die Tochterfirma ja glatt mit einem blauen Auge davon gekommen sein.
Helmine, ich glaube, Du hast einen zu negativen Blick auf das Wort "konsolidieren". Das ist ein ganz normaler Vorgang - und hat erst mal gar nichts Negatives an sich.
Das Konzept ist Endkonsolidierung im Gegensatz zur Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung.
Die Endkosolidierung erfolgt, wenn die Anteile der Mutterhauses an der Tochterfirmen ganz oder teilweise veräussert werden.
Da in den meisten Fällen die Tochter insgesamt abgestossen wird, hat sich in den Hirnen eingebrannt hat, dass es hierbei um den Ausschluss einer Tochtergesellschaft aus dem Mutterkonzern geht. Es liegt also nahe, aus dem "d" ein "t" zu machen - wie Helmine so schön sagt: Die Tochterfirma wird ja in gewisser Weise entsorgt ...
Der richtige Ausdruck ist aber Endkonsolidierung.
Hat also nichts mit der NDR zu tun, sondern einfach mit der sprachlichen Anpassung von Begriffen durch Bedeutungsverschiebungen, die aber noch nicht in den Fachlexika auftauchen.
Wir machen Umsatz, jede unserer 40 Töchter auch, und zwar mit Fremden und untereinander.
Nun möchten wir gern eine Umsatzzahl haben: Den der Neddi-Gruppe mit der (externen) Welt. Dafür können wir nicht alle Gesellschaften addieren, sondern wir müssen die Zwischenumsätze, die z. B. Tochter A mit Tochter B macht, eliminieren, denn die bringen ja nicht wirklich Geld. Das ist dann Konsolidierung.
Jetzt ist z. B. Tochter C ein Joint Venture mit einer fremden Firma. Bisher hatten wir mehr als 50 % der Anteile, was bedeutet: wir konsolidieren. Nun geht unser Anteil zurück, wir halten weniger als 50 %. Jetzt wird nicht mehr konsolidiert (das ist Konzernpolitik). Wir betrachten Tochter C nun eher als extern denn als intern. Sie gehört aber noch zu uns, aber sie wird entkonsolidiert.
Neddi, genauso hab ich es verstanden. Das Dokument, auf das Caro verlinkt hat, bezieht sich auf österreichische Bilanzierungsstandards, und bringt uns, glaube ich, nicht wirklich weiter.