Ellen, das sind "Regionalfärbungen", bei denen ich mich auch immer am Riemen reissen muss, damit sie mir nicht passieren!
Und die Bemerkung "für umsonst" wird nicht richtiger, weil sie im Rheinland gang und gäbe ist und nun auch noch in der Werbung siegreich Einzug hält. Feldbuscheln war ja auch nie richtig!
Corinna hat geschrieben:Stimmt, und in Klammern steht bei mir dort "bes. Schweiz".
Deshalb reden wir in Deutschland auch alle in der schweizer Variante der deutschen Sprache oder der österreichischen und sagen Topfen und Germ usw.
Ich sage ja auch gar nicht, dass es das Wort "eindrücklich" nicht gibt! Aber es ist in diesem Zusammanhang einfach falsch - guckt euch mal die Kontextbeispiele an, in denen der Duden dieses Wort nennt/verwendet.
Und ein weiterer Fehler besteht darin, dass "eindrücklich" nicht steigerungsfähig ist:
Aus: BERTELSMANN Wörterbuch ein|drück|lich [Adj. , o. Steig.] einen (starken) Eindruck hinterlassend, machend; dieser Vorfall hat mir e. klar gemacht, dass …
wenns Kollege wäre, wär mir das egal. ABER mein Chef schreibt so einen Kram - UND hat etliche Jahre in der Schweiz (und in Japan und im Osten Deutschlands) gelebt. Wie soll ich ihm klar machen, dass wir das Geschreibsel hier NICHT so gerne sehen, geschweige denn lesen
Britta, mein Chef lässt zu, dass ich Formulierungen einfach abändere, solange der Sinn erhalten bleibt. Sprich ihn doch einfach mal drauf an, vielleicht ist es ihm egal oder sogar recht. Musst dich ja nicht mit ihm streiten, seine Formulierung (in diesem Fall) ist zwar nicht wirklich schön, aber verständlich.
Brösli hat geschrieben:Bei "nachdrücklich" kann ich das jetzt nicht so eng sehen. Schließlich steht das Wort als Adjektiv im Duden.
Brösli, es ging nicht um "nachdrücklich" sondern um "eindrücklich(st)" ...
Kiki, meine Cheffes haben mich nach einer geringen Karenzzeit dann auch machen lassen und das Schreiben funktionierte auf Zuruf: *Carolina, schreiben sie dem-und-dem mal eine Mail/einen Brief zu dem-und-dem Thema mit dem-und-dem Tenor!".
Meiner formuliert immer noch am liebsten selbst, handschriftlich oder als E-Mail-Entwurf. Aber bevor es rausgeht, muss ich ran. Und gelegentlich, wenn er keine Lust auf Fabulieren hat, darf ich ihm auch mal was aufsetzen. Aber ohne meine Zensur geht nichts raus.