Meiner meint ja auch immer er muss mir sagen was ich schreiben soll *nerv* - er hat letzte Woche etwas diktiert und das klang an einer Stelle gruselig. Ich habe es umformuliert - er hats wohl nicht gemerkt oder es hat ihm gefallen - ging so raus.
So einen Aushilfs-Chef hatte ich auch mal. Meine "Lieblingsformulierung" war
Wir hoffen, Ihnen hiermit gedient zu haben und verbleiben mit vorzüglicher Hochachtung.
Irgendwann fing ich an, ungefragt winzige Details zu modernisieren. Weil er nie was sagte, wurde es mehr und mehr, und zum Schluss habe ich den Brief meist komplett umgeschrieben. Seine Sekki (ich vertrat sie) hat immer das geschrieben, was er diktiert hat 1:1, auch wenn es falsch war.
Corinna, ich finde diese ganzen Formulierungen mit "un-" dermassen bescheuert: nicht unnett, nicht unsympathisch, nicht unintelligent ... als ob das Deutsche dafür keine eigenen Wörter vorsähe! *schüttel* Ein Unding!!!
carolina hat geschrieben:*kreisch* Wilmien, komm bitte meinen Bildschirm putzen!
Corinna, ich finde diese ganzen Formulierungen mit "un-" dermassen bescheuert: nicht unnett, nicht unsympathisch, nicht unintelligent ... als ob das Deutsche dafür keine eigenen Wörter vorsähe! *schüttel* Ein Unding!!!
Meinen auch musste ich jetzt lachen...
Bei uns wird ja immer noch geschrieben - mein Hasssatz: Wir stehen IHnen jederzeit gerne zur Verfügung. Mein vorheriger Chef hier hat sich überzeugen lassen, dass das nicht mehr geschrieben werden soll (hab ich vor vielen Jahren schon gelernt) - aber mein jetziger...keine Chance.
Bei meinem vorigen Chef war ändern gar kein Problem. Unsere Stile hatten sich sogar angeglichen über die lange Zeit, die wir zusammen waren. Bei meinem jetzigen Chef würde ich auch gern mehr umformulieren, aber meistens müsste ich dann alles komplett umstellen. Seine Aussagen sind immer auf den Punkt gebracht, aber die Sätze sind sehr lang. Das zu kürzen ohne seinen Stil zu sehr zu verbiegen ist manchmal schwer.