Ich hatte ein meiner Meinung nach auch zu überdimensioniertes Geschenk (es wurde mir angekündigt) abgewiesen mit dem Hinweis, dass ich sonst gegen die Richtlinien verstoße (wegen Bestechlichkeit) und es Grund für Abmahnung sein kann. Der Hinweis, ich würde es spenden für die Weihnachtstombola, kam nicht so gut an, denn er wollte ja MIR was Gutes tun.
In deinem Fall könntest du den Gutschein mit diesem Hinweis zurückgeben bzw. mit der Perso und/oder dem Vorgesetzten Rücksprache halten, wie du agieren sollst.
Ich bin da ganz bei Ellen. Bei uns in der Firma wird es offiziell genauso gehandhabt. Kleinigkeiten wie eine Obstschale oder Blumenstrauß dürfen behalten werden. Alles andere wird mit einem Dankschreiben kommentiert, in dem hingewiesen wird, dass das Präsent in die Tombola wandert. Das läuft seit Jahren sehr gut, und bisher hatten wir keine Schwierigkeiten mit beleidigten Schenkern.
Bei uns gab es aktuell gerade den "andersrummen" Fall. Eine Kollegin hat dem Mann, der immer die firmengesponsorte Kaffeemaschine reinigt und wartet, eine Merci-Schachtel und einen 10-Euro-Schein hingelegt. Das finde ich jetzt auch nicht besonders prickelnd. Ein Kollege, der dabei war, als der Mann sein Geschenk fand, hat ihm dann auch noch erzählt, das wäre dann wohl von mir. Ich finde das nicht so ganz sauber. Die Merci-Schachtel hätte ich mir ja noch gefallen lassen, aber Bargeld? Das Geld kommt aus der Kaffeekasse, die wir für unsere eigene Kaffeemaschine haben. Bei dem Mann kommt das aber ja an, als ob ihm unsere Firma das Geld gegeben hätte. Mir ist da nicht ganz wohl dabei, aber ich kann es jetzt auch nicht mehr ändern ...
Geschenke abzulehnen ist natürlich auch nicht gerade angenehm, weil man den "Schenker" ja nicht vor den Kopf stoßen will. Ich würde auch mal bei Personalabteilung oder ähnlichen Stellen nachfragen, wie das handzuhaben ist.
Ich finde das eine nette Geste, Brösli. Das ist doch vergleichbar, wie wenn man dem Briefträger an Weihnachten eine Flasche Wein schenkt, oder der Reinigungsdame vom Haus eine Schachtel Merci hinlegt. Es geht um die Geste. Und wieso nicht auch einen 10er? Man gibt so oft Trinkgeld, wieso nicht auch dem Herrn, der die Kaffeemaschinen wartet und reinigt. Ist es letztendlich nicht egal, ob das Geld von der Firma kommt oder von euch? Ihr seid doch auch die Firma.
Ich sag nur Christian Wulff... an den richtigen Stellen ist das schon interessant. Ich müsste nachschauen, aber ich glaube bis 30 Euro dürfen wir Geschenke annehmen.